Die Entstehung des Christusporträts

Bildarchäologie statt Bildhypnose

Obwohl das Christusporträt zur festen Vorstellung geworden ist und die Legenden, die von ungemalten Christusbildern berichten, willige Aufnahme in die Ikonentheorie fanden, ist weder die Frage geklärt, wann und wieso die Bilder Christi zu Porträts wurden und was ihre Botschaft ist.

Die Legende suggeriert die Idee eines Ursprungs, die aber die Bildarchäologie als bloße Mystifikation entlarvt. Erst im 9. Jahrhundert wird die Theorie des Gottesbildes als Porträt vollständig ausgebildet. Das Porträt hat eine bewegte Geschichte, die von seiner Funktion als Palladion über den Ikonoklastenstreit bis zur Konventionalisierung des Christusbildes als Porträt reicht. Die Kluft zwischen der liturgisch geforderten Universalität und der mit dem Acheiropoieton suggerierten Singularität wurde nach dem Ikonoklastenstreit geschlossen, indem das Christusbild überhaupt als Porträt deklariert wurde.

Prof. Dr. Martin Büchsel ist Professor am Institut für Kunstgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Buchtitel 188 Seiten mit 64 Abbildungen
16 Farbtafeln mit 19 Abbildungen
Ln. mit Schutzumschlag
ISBN 3-8053-3263-7
ca. Euro 65,- (D) / sFr 110,-

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